der Aſtronomie. 1311
ſich in einer Ellipſi um die Sonne, welchein ihrem einen Brenn⸗Puncte A liegt, undzwar dergeſtalt, daß die Linie AC, welcheaus der Sonne in den Mittelpunct desPlaneten gezogen wird, in gleicher Zeitgleiche Theile von der Ellipſi beſchreibt,ſo, daß der Theil von der Ellipſ PAC ſich zuder gantzen Ellipſi verhaͤlt, wie die Zeit, inwelcher der Planet den Bogen e durch;laͤuft zu der Zeit, in welcher er die gantzePeripherie durchwandert.Die 1. Anmerckung.
391. Anfangs ſetzte man, die Planeten bewegtenſich in eccentriſchen Circuln um die Erde oder Sonne:allein, die Erfahrung lehrete, daß die in ſolchen Cir-culn angeſtellte Rechnungen mit dem Laufe des Him-mels nicht voͤllig uͤbereinſtimmeten. Kepler aber iſtzuerſt auf die Gedancken gekommen, daß ſie nicht Cir-cul, ſondern Ellipſes beſchreiben: wie er aus vielenObſervationen in ſeinem Commentario de StellaMartis weitlaͤufig darthut. Er hat aber zugleich dasGeſetz der Bewegung durch die Obſervationen ausge-macht, daß in gleicher Zeit gleiche Theile von der Elli-pſi beſchrieben wurden. Und unerachtet Setbus Mar-4s in ſeiner Ceometria circulari, und mit ihm derGraf von Pagan in ſeiner Theorie des Planetes da-von abgewichen ſind, um die geometriſche Rechnungin der Ellipſi leichter zu haben, indem ſie geſetzet, es er-ſcheine die Bewegung des Planeten aus dem andernBrenn Puncte Lin gleicher Zeit gleich groß, welchesKepler ſchon verworfen hatte; ſo hat doch VnaelBullialdus in ſeinen Fundamentis Aſtronomiæ Philo-Iaicæ clarius explicatis c. 1.& 2 p. j.& ſeqq. deutlicherwieſen, daß ſie mit den Obſervationen nicht uͤberein-ſtimmen. Und dannenhero bleiben die Aſtronomi bil-
lig