1442 Anfangs ⸗Gruͤnde
andern Orte aus der Hoͤhe der Sonne beyTage, und eines Sterns bey Nachte, dieStunde ſucht, in welcher man ſie obſer-dirt hat(F. u, 20 Hiron.); ſo bekommtman den Unterſcheid der Stunden zwiſchendem Orte, wo man iſt, und wo man ab-gereiſet war; folglich, wenn ihr die Laͤngedes letztern wiſſet, ſo koͤnnet ihr auch dieLaͤnge des erſtern finden(§. 28).Die 2. Anmerckung. f31. Dieſe Manier ſcheinet fuͤr die Schiffenden be-quem zu ſeyn zur See, die Lange ihres Orts zufin-den, wo ſie ſind. Die Breite aber koͤnnen ſie durchdie Mittags⸗Hoͤhen der Sonne oder der Sterne,deren Declination bekant iſt, leicht haben(C. 7%Aſtron). Wenn man aber die Laͤnge und Breiteeines Orts weiß, ſo weiß man auch, wo man iſt.Denn kein einiger anderer Ort hat dieſe Laͤnge undBreite. Weil aber die Uhren mit der Zeit von demHimmel abweichen, und man ihnen(ſonderlich eheHugenius die Perpendicul-Uhren erfand) auf langenReiſen nicht recht trauen darf, ſie uͤber dieſes durchdie Bewegung des Schiffes in richtigem Laufe ge-hemmet werden; ſo haben die Engellaͤnder, Hollaͤn-der und Frantzoſen 50000 Floten zur Belohnunggeſetzt, wenn man eine richtige Manier erſinnenwürde, die Laͤnge eines Orts, wo man iſt, auf ei-ne gegebene Zeit genau zu beſtimmen. Und die ſesmacht, daß ſich viele an die Aufloſung dieſer Aufga-be wagen, welche in der Mathematick nichts gethanhaben, und oͤfters nicht einmal verſtehen, was maneigentlich ſucht. Wie ſich jetzund die Schiffer be-helfen, zeige ich in meinen Elementis Hydrographiæ.Die 6. Erklaͤrung.32. Die Lander, welche von den bey-den