von den geometriſchen Schriften. 29
valerius; Ordinis Jeſuitarum S. Hironymi, da-durch aufgemuntert, noch weiter zugehen, nnd denInhalt mehrerer Toͤrper zuſuchen, als Archimedesund Kepler gethan haben, wie er ſelbſt bekennet inder Vorrede zu ſeiner eometriaindiviſibilibus con-tinuorum noua ratione promata Bononiae 1653. inAt.(3 Alph. 1 Bog.). Gleichwie aber Bepler in Er-weiſung des archimediſchen Lehr⸗Satzes(part. 1.cheor. 2) daß der Circul ſich zum Quadrate des Dia-metri wie 11 zu 14 verhalte, den Circul in lauterAusſchnitte zertheilet, deren Grund⸗Linien ein un-endlich kleiner Theil der Peripherie iſt, und den Tri-angel in lauter kleine Triangel, die einerley Hohemit dem großen, aber einen unendlich kleinen Theilvon ſeiner Grund, Linie zu ihrer haben; ſo hat er die-ſe Are zudemonſtriren uͤberall gebraucht, und unterdem Titul methodi indiviſibilium, bekañt gemacht.Er haͤtte aber beſſer gethan, wenn er die Elementeder Figuren mit Keplern fuͤr Figuren gehalten haͤt-te, deren eine Abmeſſung eine endliche, die andereaber eine unendlich kleine Linie iſt, als daß er ſie Li-nien und die Elemente der Coͤrper Flaͤchen genennet,weil dieſes vielen ohne Noth Anſtoß gegeben hat. Es
hat aber aus eben den Orden Srephanus Angeli ſich
angelegen ſeyn laſſen,dendethodum indiviſibilium
zueycoliren, und deſſen Nutzen in der That ſelbſt zu-zeigen. Wir haben von ihm Problemata geometri-ea b einiconos, Sphæras, ſuperficies conieas Sphæ·
ricasVenetiis 1658 inꝗt.(1 Alph. 14 Bog.): De in-finitis parabolis, de infinitisque ſolidis ex variis ra-tionibus ipſarum partiumque earundem genitisVenet. 1659& 1663. in 4t.(2 Alph. 22 Bogen)Miſcel-