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[Band 3.]
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72 Burtzer Unterricht

teiniſch, den Lateinern Griechiſch, und viel uͤber-fluͤſſiges mit eingemiſchet habe.

§. 108. Den erſten und dritten Fehler hat Per.raule gehoben, ats er, wie vor dieſem Philibertde l Ormo gerathen, in ſeiner Architecture gene-rale de Vitruve reduite en Abregè(Amſtel. 1682in 8v. 16. Bog. Text, 11 Kupfer) die Lehren 17.truvit in eine richtige Ordnung gebracht, welchedurch das gantze Werck hin und wieder zerſtreuetſind. 5

g. 109. Den dunckeln Text Vieruvii hat D. Cual.H. Rivius durch ſeine Teutſchellebeſetzung und die je-dem Capitel beygefuͤgte Auslegung verſtaͤndlich ge-macht. Es iſt ſein uͤberſetzter leruvius das letztemalzu Baſel 1614 in fol heraus gekommen(7 Alph.2 Bog. mit vielen Figuren), aber nach dem Exem-

el Vitruvii viel uberfluͤſſiges mit eingemenget.leber Teutſchen Ueberſetzung iſt die Frantzoͤſiſchedes Perrault vorzuziehen, welche Anfangs 1673,97 75 1684 vermehrter und hin und wieder ver-

ndert, mit auserleſenen Anmerckungen und aus-buͤndig ſchoͤnen Kupfern unter dem Titul: Les dinLivres d Architecture de Vitruvezu Paris in Reg.fol, gedruckt worden(4 Alph. 3 Bog.

K 110. Weil aber Vieruvius die dehre von den 3Ordnungen, welche von einigen fuͤr das Haupt-werck in der Bau⸗Kunſt gehalten wird, nicht voll-ſtaͤndig abgehandelt hat, wie denn auch zu ſeineeZeit die roͤmiſche Ordnung noch nicht erfunden war:ſo hat wohlgedachter Perrault ein herrliches Werckvon den Ordnungen der Bau⸗Kunſt, unter dem Ti-tul: Ordonance des einq eſpeces de Colonnes ſelonla