von den geogr. und gnomon. Schriften. 153
§. 20. Die Gnomonick, ſowohl was dieTheorie als ihre Ausuͤbung betrift, hat Criſto-phorus Clavius nach Art der Alten genau demon-ſtrirt. Es macht ſeine Gnomonica den viertenTheil ſeiner Operum aus, und iſt allzu weitlaͤuf-tig und verwirrt geſchrieben. Daher wohl nichtzuvermuthen iſt, daß ſie jemand mit Bedachtgantz durchzuleſen, ſich entſchlieſſen koͤnne. Leich-tere Beweiſe geben Oranam und Decbales in ihrenCurſibus Mathematieis.
g. 251. Aehanaſius Mircherus hat in ſeiner ArteMagna Lucis& Umbræ ſehr viel von Sonnenuh-ren. Und wer deutlichere demonſtrationes alsdes Cavii verlanget, den wird Gunrinus Cuas iniin parte poſteriore Mathematicæ Cœleſtis(Me-diol. 1683. in fol. 1 Alph. 3 Bog. mit vielen Ku-fern) vergnuͤgen. Der erſte Theil dieſes Buchs(mit vielen Kupf. 7 Alph. 5 Bog.) iſt zugleich mitdem andern heraus gekommen, und erklaͤret diegantze Aſtronomie ſehr deutlich.
9. 252. Picard hat eine Manier erfunden, durchRechnung die Linien auf großen Sonnenuhren zuſuchen, welche in den oben(§. 176) citirten Di-vers Ouvrages des Mathematiques ſtehet. Phi-lippus de la Hire hat in ſeiner Gnomonique(A Pa-ris 1683. in 12.) geometriſche Manieren ange-wieſen, aus einigen obſervirten Schatten Son-nenuhren zubeſchreiben.
5 253. Caſpar Uttenhoͤfer, ein Buͤrger zuNuͤrnberg, hat einen Pedem Mechanicum oderWerckſchuh heraus gegeben, worinnen er auf eineneue Weiſe aus einem* Werckſchuhe
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