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10/2 (1789) Die Gradierkunst / Franz Ludwig Cancrinus
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der Salzwerkskunde. 59

Baumaterialien, woraus ein ſolches Gebaͤue auf-gebauet wird, ſo, daß ſolches weder durch ſeine ei-gene Laſt, noch eine aͤuſere Gewalt in dieſer Ver-bindung verruͤkt werden kan. Soll alſo ein Gra-dierhaus ſeiner Abſicht entſprechen: So muß mandabei dahin ſehen, daß ſolches hinlaͤnglich feſte iſt,und ſo lange dauert, als es die Materie, worausdie Baumaterialien beſtehen, nur immer zulaͤſt. Auchhiervon komt mehr in dem folgenden zweiten Tittel vor.$. 319.

So wenig man auch bei den Gradierhaͤuſern aufdie Schoͤnheit eines Gebaͤues zu ſehen pflegt: Solaͤſt fid) doch an dieſen Gebaͤuen eine Verhaͤltnis if,rer Teile, und eine Uebereinſtimmung dieſer Teilemit dem Ganzen wahrnehmen, und alſo kan einGradierhaus auch ſchoͤn fein(§. 3 16 gif. 3). Esmacht dieſe Schoͤnheit keine weſentliche Vollkom-menheit eines Gradierhauſes aus, indeſſen werde ichdoch in dem folgenden Tittel ſolche Gradierhaͤuſerangeben, wovon man ſagen kan, daß ſolche ſchoͤn ſind.

Zweitens

von den beſondern Regeln, wornach einGradierhaus gebauet werden muß.

. 320.Die beſondern Regeln, wornach ein Gradier-haus gebauet werden muß(9. 315 Zif. 2), betreffendie folgenden Gegenſtaͤnde:N 1. Die