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10/2 (1789) Die Gradierkunst / Franz Ludwig Cancrinus
Seite
109
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der Salzwerkskunde. 109

Der Einwurf iſt an und fuͤr ſich gegruͤndet: Denn,wenn man bei einem zweiwaͤndigen Bau von 6co Fuslang, zu der in den obern Trog zu hebenden Sole,fo ungefaͤhr eine 8 zoͤlige 3 Fus Hub habende Pumpefür das efte Stok, dann aber auch eine ſolche halbfo hohe Pumpe für die Dachwand rechnet: So be:darf man zu dem obern Trog, der zugleich ſo beinahedie Sole fuͤr die vordere Seite der erſten Wand vonden zwei untern Dornwaͤnden gibt, 12 Pumpe, manbedarf aber auch noch fuͤr die hintere Seite der er,ſten Wand, und dann die vordere Seite der zwei-ten Wand: ſolcher Pumpen, und alfo fino zu derBetreibung eines ſolchen Baues wirklich 31 Pumpennoͤtig, in einem eben ſo viel wirkenden einfachen Gra-dierhaus von 1400 Fus hingegen bedarf man nuretwa 24 fo viele Pumpen, alſo bei ienem 13 Pumpemehr, und in ſo weit alſo hat dieſer Einwurf ſeinenganz guten Grund. Wenn man alſo bei einemiweiwaͤndigen Bau von 600 Fus lang, gegen einengleich viel wirkenden einwaͤndigen Bau, 500 Fuseinwaͤndige Gradierung erſparet: So hat man da-gegen auf der anderen Seite für 14 Pumpe mehrMaſchinenweſen noͤtig. Allein koſtet ein laufenderJus einwaͤndige Gradierung, ſo ganz geringe imDurchſchnitt genommen, gegen 16 Reichsthaler,alſo 500 Fus 8000 Reichsthaler, und bauet mandagegen vor 3 bis 4000 Reichsthaler ſchon eine koſt,bare Waſſerkunſt, die 6, 8 und mehrere ſolche Pum-

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