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10/2 (1789) Die Gradierkunst / Franz Ludwig Cancrinus
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150 Erſte Orünbe

§. 384.

Auf einen ſolchen ganzen Bau, oder in die Ab-keilung eines ſolchen Baues bringt man dann dieSole durch Saug- oder Drukwerke, die ich queſammen mit dem Namen der Pumpen belege,und, weil ſie die Sole auf die Gradierbaͤue foͤrdern,Zuförderpumpen nenne. Man laͤſt die Sole ein-mal über die Dornwand eines Gradierbaues herun-ter troͤpfeln, oder auch ſolche noch ein-und etliche-mal durch Pumpen aus dem Solenkaſten in die Hoͤheheben, und uͤber die Dornwand fallen, und nentdie leztere Behandlung die Kepetition, die Pum-pen aber, welche man dazu gebraucht, Repetir-pumpen. Eine ſolche Behandlung der Sole nun,fie mag ein-,, oder, durch die Repetition, etliche-mal in einem ganzen Gradierhaus, oder einer füreinen gewiſſen Gehalt beſtimten Abteilung, einemauch ſogenanten Stuͤk eines ſolchen Baues, Det»unter troͤpfeln, wird bei Salzwerken ein Fall ge-nennt(F. 382 Zif. 1). Eben daher pflegt mandann auch von einer ſo einmal behandelten Sole zuſagen, die Sole habe einen Sall gethan.

$. 385.

Weil, wie aus dem 383fle F. klar ift, eineSole, bis fie einen feſtgeſezten ſiedwuͤrdigen Ge:halt bekomt, oftmal über eine Dornwand heruntertrépfiln muß: So muß auch eine Sole, bis fie zu

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