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10/2 (1789) Die Gradierkunst / Franz Ludwig Cancrinus
Seite
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der Salzwerkskunde. 249

le durch den Fall über. ſtufenweiſe unter einander,aber ſchiefliegende ebene Flaͤchen in eine groͤſereOberflaͤche zu zerteilen, um fie eben dadurch zu einerhoͤhern Loͤthigkeit zu gradieren und dieſe Gradierungnent man, von den ſchiefen Flaͤchen, oder den Pritt-ſchen, woruͤber die Sole fält, die Prittſchengra-dierung, welche dann die Dachgradierung 9enent wird, wenn die Sole über aufgehobene Daͤcherherunterfält($. 240 Zif. 2 und 9. 433 Buchſta-ben tt).

$. 473.

Ich finde nicht noͤtig, daß ich mich bei dem Bauder Prittſchengradierung lange aufhalte, weil ſol-cher ſehr einfach iſt, und weil ich eben dieſe Gra-dierung, ſo, wie man ſie gemeiniglich einzurichten

pflegt, für ſehr unnuͤzlich halte, wovon ich dannin dem folgenden$. mehr ſagen werde. Inzwiſchenwill ich doch ſo viel bemerken, daß man eine ſolcheGradierung auf die nachfolgende Art erhaͤlt. Manlegt uͤber eine ſchiefliegende, mit ihrer Oberflaͤcheder Mittagsſonne gegenuͤber ſtehende, etwa 4 Jusbreite Flaͤche, die von Diehlen gemacht worden,und deren Lange fid) nach der Menge der zu gradie-renden Sole richtet(§. 3955 und 396), ein Troͤpfel-gerinne. In der Weite von 12 Jus, unter dem nie-drigſten Orte dieſer, der erſten Prittſche, macht manwieder eine andere ſolche, mit ihrer Oberfaͤche derMitternachtsſeite gegen uͤberſtehende, mit der vo-

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