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10/2 (1789) Die Gradierkunst / Franz Ludwig Cancrinus
Seite
257
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der Salzwerkskunde. 257

Gradlerhaus. Erwaͤgt man indeſſen, daß man beider Einrichtung eines ſolchen Baues mehrere Gra-dierwaͤnde in die Breite eines zwei- oder dreiwaͤn-digen Gradierhauſes neben einander ſtellen, und,da durch die Sturmwinde keine Sole uͤber den So-lenkaſten geworfen werden kan, unten beſtandig auf11, in der obern Dornwand aber auf 1, alſo gusſammen auf 12 Flaͤchen troͤpfeln laſſen kan: Sokan man dagegen auch in einem ſolchen Bau vonein und eben derſelben Groͤſe eines zwei⸗ oder drei-waͤndigen Gradierhauſes, fo vielmehr Sole grasdieren. Und das betrafe die Groͤſe der rabiesrung in einem ſolchen Bau($. 476 Zif. 4).

$. 487.

Wenn man einen ſolchen Bau, den ich einPrittſchengradierhaus nennen will, gegen denBau eines zweiwaͤndigen, und dreiwaͤndigen Gra-dierhauſes betrachtet, und annimt, daß ſolcher ein-mal auf die Breite eines ſolchen zweiwaͤndigen, unddann auch auf die Breite eines ſolchen dreiwaͤndigenBaues eingerichtet iſt: So wird man bald begrei-fen, daß ein ſolches Prittſchengradierhaus nichttheurer, ia wol noch wolfeiler zu ſtehen komt,ale ein zwei und dreiwaͤndiges, eben fo groſesGradierhaus, weil die Dornwaͤnde, zumal dievon Schwarzdornen, mit ihren Dorngeſtellen, im-mer ſehr hoch zu ſtehen kommen, alles uͤbrige aber

II. Abteilung. R in