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10/2 (1789) Die Gradierkunst / Franz Ludwig Cancrinus
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der Salzwerkskunde. 259

noͤtige Maſchinenweſen bauen laſſen kan, ſind ſolchemit gutem Vorteil zu gebrauchen, weil man ebendabei eine weit groͤſere Anzahl von Gradierhaͤuſernerſpahrt.

Der dritte Abſchnitt

von der

Eisgradierung.

§. 483.

Weil das Waſſer, mit dem Salz vermiſcht,nicht zu Eis frieret, und das Eis, welches auf demSalzwaſſer entſtehet, nur ſuͤſſes, vom Salze meiſtbefreietes Waſſer enthalt(§. 21 und 47 gif. 9):

So kan man auch dadurch eine Salzſole gradieren,wenn man ſolche, in irgend einem Behaͤlter, demFroſte ausſezt, und das auf ihrer Oberflaͤche ge-frorne ſuͤſſe Waſſer von Zeit zu Zeit wegnimt, dadann die Saizteilchen naͤher zuſammen, und dieSole zu einer hoͤhern Loͤthigkeit gebracht wird(§. 238).Man hat auch dieſer Gradierung einen eigenen Namen gegeben, und ſie wird die Eisgradierung ge-nennet, die ich dann in dieſem Abſchnitte vortragenwill(§. 240. if, 3).

§. 484.Weil das Waſſer, ehe es zu Eis gefrieret, dasan ſich einen groͤſeren Raum einnimt, als das un-R 2 geſrorne