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10/2 (1789) Die Gradierkunst / Franz Ludwig Cancrinus
Seite
270
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Erſte GruͤndeDer vierte Abſchnitt

von der

Sonnengradierung.

$. 495.

Weil in dem Sommer in einer ganzen Gradier-zeit mehr Waſſer aus einer ebenen Flaͤche verduͤnſtet,als vom Himmel auf dieſe Flaͤche faͤlt(F. 352):So iſt man auch ſchon lange auf den Gedanken verfallen, die Sole in offen ſtehenden Behaͤltern beidem freien Zugang der Luft und der Sonne zu gradieren, und dieſe Gradierung wird die Sonnengradierung genennet(§. 240 Gif. 4). Man bedient fid)ihrer bei dem Boyſalzwaſſer, woraus das Cte oderBoyſalz geſotten wird(5.485). Die Einrichtungeiner ſolchen Sonnengradierung will ich dann nunnoch hier beſchreiben, dann, ihren Gebrauch zei⸗gen, und hernach noch einiges von ihrem Nuzzen

ſagen.$. 496.

Wenn man eine Sonnengradierung einrich-ten will(§. 495): So verfahre man nach den fol-genden ſo ganz allgemeinen Regeln.

1. Man mache aus der See nach dem plattenLande einen Graben, und verſehe ſolchenmit einer Schleuſſe($. 337 meiner Berg-maſchinenkunſt, auch$. 89 meiner Ab-

hand-