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10/2 (1789) Die Gradierkunst / Franz Ludwig Cancrinus
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272 Erſte Gruͤnde

4. Unter die fo angelegte erſte Reihe von Salz-gruben lege man noch, ie nachdem mandie Sole hoch gradieren muß, 2 und 3ſolche Reihen von Solgruben an, derGeſtalt, daß die Sole, wie eben gedachtworden, durch Roͤhren oder Kaͤntel, voneiner Grube in die andere geleitet wird,ſie alſo ſtets um ihre Hoͤhe tiefer liegen,und dann ihr Boden nach dem Abfall zuetwas ſchief iſt, auſerdem aber auch dieSolgruben der folgenden Reihen, weilder Sole immer weniger wird, ſtets etwaskleiner werden, damit beim Regen nichtfo vieles Regenwaſſer in fie fallen koͤnne.

5. Unter die leztere Reihe dieſer Solgrubenmache man endlich noch 3 bis 4 etwasgroͤſere Solgruben, ſogenante Sonnen-pfannen, auch in eine Reihe, und fuͤhrezulen

6. die darinn gradierte Sole in eine, oderetliche bedekte reiche Solenbehaͤlter,oder Ciſternen, worinn man dann dieSole zum Ver ſieden aufhebt.

Dieſes iſt die weſentliche Einrichtung der Son-nengradierung, eben fo, wie fie in den Seelaͤnderneingerichtet wird, und bemerke ich noch dabei, daßes gut ift, wenn man dieſe Solgruben bei Regen-wetter durch Zelttuͤcher bedekken, oder die Sole zu

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