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vermittelſt der Einkochung zum Vorſcheinkoͤmmet, gleichet einein ſolchen S mne, deraus einem jedem fluͤcht igen urinoſiſchen Saltzund aus dem Salpeter⸗Geiſt, wann beydemit einander vermenget werden, zu erwachſenpfleget.
Wenn dieſe, mit Aſchen und ungeloͤſch-tem Kalch gehoͤrig geſaͤttigte Lauge, einge-ſotten, und zum Anſchieſſen hingeſetzet wird:ſo waͤchſet ſie in laͤnglichte, und nach Art derSpieße zugeſpitzte Criſtallen zuammen. Wannaber eine ſolche Saͤttigung mit dieſer/ aliſch-ſaliniſchen Lauge nicht vorhergegangen: ſobleibet die Materie allezeit fluͤt ig, ja ſie ver-ſchwindet und verdunſtet ſelbſt unter dem iſtar-cken Sieden, alſo daß die. Sieder keinenSalpeter, oder doch ſo wenig, daß es der Muͤhekeinesweges verlohnet, uͤberkommen. Weß-falls dieſelben insgemein zu aberglaͤubiſchenDingen ihre Zuflucht zu nehmen, und denverungluͤckten Erfolg, denen Bezauberungenboͤſer Leute abgeſchmackter Weiſe zuzuſchrei-ben pflegen.
Es werden auch die Salpeter⸗Sieder nichtleichtlich zur Auslaugung ihrer Salpeter Er-de ſchreiten, wann dieſelbe noch naß iſt: ſon-dern ſie laſſen dieſelbe zuſorderſt eine ziemlicheZeit in der Lufft an einem ſchattichten Ortzur Austrocknung liegen: und es iſt keinZweiffel, daß derſelben unter dieſer Behand-lung noch eine gantz beſondere Veraͤnderungzu-