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Herrn Georg Ernst Stahls,... Gründliche und nützliche Schrifften, von der Natur, Erzeugung, Bereitung und Nutzbarkeit des Salpeters, mit denen hieher gehörigen Kupfern, und vielen diensamen Anmerckungen vermehret, und wegen ihres unbeschreiblichen Nutzens aus dem Lateinischen ins Teutsche übersetzet
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vermittelſt der Einkochung zum Vorſcheinkoͤmmet, gleichet einein ſolchen S mne, deraus einem jedem fluͤcht igen urinoſiſchen Saltzund aus dem Salpeter⸗Geiſt, wann beydemit einander vermenget werden, zu erwachſenpfleget.

Wenn dieſe, mit Aſchen und ungeloͤſch-tem Kalch gehoͤrig geſaͤttigte Lauge, einge-ſotten, und zum Anſchieſſen hingeſetzet wird:ſo waͤchſet ſie in laͤnglichte, und nach Art derSpieße zugeſpitzte Criſtallen zuammen. Wannaber eine ſolche Saͤttigung mit dieſer/ aliſch-ſaliniſchen Lauge nicht vorhergegangen: ſobleibet die Materie allezeit fluͤt ig, ja ſie ver-ſchwindet und verdunſtet ſelbſt unter dem iſtar-cken Sieden, alſo daß die. Sieder keinenSalpeter, oder doch ſo wenig, daß es der Muͤhekeinesweges verlohnet, uͤberkommen. Weß-falls dieſelben insgemein zu aberglaͤubiſchenDingen ihre Zuflucht zu nehmen, und denverungluͤckten Erfolg, denen Bezauberungenboͤſer Leute abgeſchmackter Weiſe zuzuſchrei-ben pflegen.

Es werden auch die Salpeter⸗Sieder nichtleichtlich zur Auslaugung ihrer Salpeter Er-de ſchreiten, wann dieſelbe noch naß iſt: ſon-dern ſie laſſen dieſelbe zuſorderſt eine ziemlicheZeit in der Lufft an einem ſchattichten Ortzur Austrocknung liegen: und es iſt keinZweiffel, daß derſelben unter dieſer Behand-lung noch eine gantz beſondere Veraͤnderungzu-