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Herrn Georg Ernst Stahls,... Gründliche und nützliche Schrifften, von der Natur, Erzeugung, Bereitung und Nutzbarkeit des Salpeters, mit denen hieher gehörigen Kupfern, und vielen diensamen Anmerckungen vermehret, und wegen ihres unbeschreiblichen Nutzens aus dem Lateinischen ins Teutsche übersetzet
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lezeit von neuen zu dieſer Arbeit anzuwen-en? Ich glaube daß es einige verſuchet, und es ihnen nicht damit gelingen wollen. Undob ſich gleich Viganus allhier um die Lirſuchenund deren Anzeigung wenig bekuͤmmert; ſoiſ er doch faſt der erſte meines Wiſſens, wel-er mit gutem Grunde gelaͤugnet, daß dasaliniſche Weſen, welches in einem ſolchen(a.pite mortuo zuruͤck bleibet, ein fixes laugen-afftes Saltz ſey,() worinnen denn ſo wohler Doct. AMayovv als der Mariotte in ſtinenſſais de Phyſique gefehlet, als welche in denag hinein geſchrieben, daß aus dem Weinein. Saltz und aus dem Spirmtu Vitrioli vonneuen ein Vitriol erzeuget werde. Wannen-ero auch der bemeldte Viganus nicht unver-aͤndig handelt, wann er das aus dieſem Ca-bite mortuo ausgelaugte Saltz abermahl mitB. neuen Bolus zu vermengen, und alsdann

wiederum zu deſtill'ren befiehlet, mit der Ver-

licherung, daß alsdann der geſammte Salpetern einen Spiritum werde zerloͤſet werden. Daman denn billig und mit allen Recht nachſra-gen moͤchte; Warum man denn eben neuenolus dazu nehmen muͤſte? und ob der vor-in gebrauchte nicht trocken genug geweſen,und noch ſey, um die Auseinanderhaltung

des Salpeters zu bewuͤrcken?Dieſe Beſchaffenheit wird zwar dem Bolusgewiß

C) In Medulla Chymiae. P. 28.