Buch 
4 (1773) Die unterirdische Erdbeschreibung / Franz Ludwig Cancrinus
Seite
58
JPEG-Download
 

.58 Erste Gründe

Aus der 8.9 und io Abhandlung der Mineralogieist auf allen Blättern klar, daß die innere Erde mitkaltem, und warmem Wasser, mit Luft, und mitFeuer erfült ist, und aus dem 4; bis 72 §. der Pro-bierkunst erhellet, daß diese Dinge die thätigsten Auf-lösungsmittel sind, die Erde ist auser dem aber mitunzählig vielen Schlechten, Rizzen und Klüften ver-sehen (§.; und 6.), und wann verschiedene erdigeDinge zusammengehauft, und genau mit einanderverbunden werden, so ziehen sie einander an, undbringen ein Mineral hervor (§. 62.), und daher wer-den wir auch nicht irren, wenn wir behaupten, daßdie hier und da in den Erden zerstreuet gewesene ein-fachere Mineralien von der Warme, der Luft, unddem Wasser aufgelöst, und durch die Schlechten,und Spaltungen in dem Erdboden, in den Gangen,Klüften, Flözzen, und Stokwerken zusammen ge-führt worden,worinnen sie alsdann nach und nach,wie die übrigen Mineralien/ erhärtet sind. Diesesist die allgemeine Entstehungsart der Mineralien inden Gangen, Klüften, Flözzen, und Stokwerken.Wir wollen sie etwas genauer betrachten: Weilaber weder die Luft, noch das Feuer an sich diesenHöhlungen die Mineralien zuführen konte; Sowollen wir nur allein von den Bergschwaden (§. 545.der Mineral.), und dem Wasser handeln, wodurchdie Mineralien in den Eingeweiden der Erde erzeugtworden, und uns vorerst auf die Klüfte und Gangeeinschränken.

§- 7 -.