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4 (1773) Die unterirdische Erdbeschreibung / Franz Ludwig Cancrinus
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Erste Gründe

wird, daß die mit Mineralien erfülte Luft, die Erzebald ein-und an--, und bald wieder auswittert (§.71«der Probierkunsi.).

§- 7T

Jezt wollen wir auch zeigen, wie das Wasser dieMineralien in den Gängen, und Klüften durch dieAnschwemmung erzeugt hat. Aus dem vorigen §.ist klar, daß das Wasser die Mineralien auflöst. Diesolchergestalt aufgelösten Teile nun nähme das Was-ser teils in seins Zwischenraume auf, teils aber rissees dieselbe mit fort, es senkte sich in die Tiefe, esfiel durch die RW, und Spaltungen in der Erde denGängen, und Klüften zu, und sezte darinnen die ihmanvertraute Mineralien ab, die dann nach und nach,wie die übrigen Mineralien unseres Erdbodens erhär-tet sind. Auch hierbei sind sehr verschiedene Minera-lien aufgelöst, und den Gängen zugeführet, und dar-um bald diese und iene Foßilien, und bald Erze, undbald Kiese erzeugt worden. So und nicht andersmögen auch die Erze in den Stokwerken entstandensein, und die Einwitterung, und die Anschwemmungsind die beiden Weege, wodurch die Gänge, und dieKlüfte mit Erzen, und Mineralien angefült worden,es kan inzwischen bald nur der eine, bald beide zu-gleich , und bald beide nach einander Statt gefundenhaben, hierdurch aber, und durch die verschiedenenMineralien, welche die Dämpfe, und die Wasser beisich geführet haben, ist es wol geschehen, daß dieGänge so mancherlei Haufwerke enthalten.

§.74.