Vierter Theil. 665
daß er nicht zu verbeſſern ſey. Was hat man aber ausdem Reverberiren Gutes zu hoffen? Antwort: Sehr viel,denn durch ſelbiges werden alle Metalle aufgeſchloſſen,und ihr grobes Salz, ſo wohl das Acidum, als ihr nochuͤbermaͤß iges Frigidum verjaget, da denn der fire Merku-rius mit ſeinem Salz ſo fix und ihm von der Natur zu-geordneten zuruͤckbleibet, welches das Feuer zu vertrei-ben keine Macht hat. Haſt du nun gut ſcheiden geler-net, ſo kannſt du Merkurium und Salz machen, welchesdenjenigen, die es wiſſen, nicht ſchwer fallen wird. f
ier wird mancher mit ſeinem Schwefel wiederumin ein Labyrinth gefuͤhret, indem er Sulphur Martis, Ve-neris, u. d. g. machen will, da er doch nur oͤfters eine bloſ-ſe ſolvirte Erde mit ſeiner Farbe bekommt. Dieſelbeaber iſt fir, und was noch vom Merkurio darinnen ſteckt,iſt ſo hart gefeſſelt, daß es ſich von der Irdigkeit nichtloßreißen kann.
Wenn du demnach einen ſolchen Schwefel oder Oro-cum, wie du meyneſt, auf ein Silber traͤgſt, ſo bleibetes entweder todt darauf liegen, oder will gar nicht einge-hen, welches dir zu folgenden Klagen Anlaß giebt:„Ich„habe einen ſolchen ſchoͤnen fixen Schwefel aus dieſemvoder jenem gemacht, der iſt auch ſo fir, daß er in allen„Feuern beſtehet, wenn ich nur den Ingreß wuͤßte; denn»da ich mein Silber ſcheidete, fand ich gleichwohl eine„feine Spur Goldes, wenn ich demnach ſelbigem nur den„Ingreß geben koͤnnte, gedaͤchte ich wohl daraus ein reich„Particular zu haben.,
Ja wohl, ſageſt du: Ich gedachte: Man den-ket viel, das doch weder geſchieht, noch geſchehen kann.Du bemuͤheſt dich auch deinen Schwefel fluͤßig zu ma-chen, und erdenkeſt allerhand Salze; er fließet diralsdann auch, aber keine Erde gehet in die reinen Me-talle. Was aber bisweilen hinein gehet, welches vomMarte am leichteſten geſchieht, daſſelbe hat nichts mehr
t gethan,