Band 
Der erste Theil. Die Rechenkunst und Geometrie.
JPEG-Download
 

Vorrede.

es vorträgt, gründlich, deutlich, vollständig, unddabey so kurz als es sich bey diesen dreyen genann-ten Eigenschaften thun laßt, abhandeln. Nun hatj freylich die Mathematik den Vorzug, daß sich in'derselben eine angenehme Kürze mit bessern, Erfolg,als in den übrigen Wissenschaften anbringen laßt.Man kann ungemein viel mit wenig Worten, oh-ne Nachtheil der Deutlichkeit sagen, und die be-sten Schriftsteller haben sich allemahl einer solchenKürze beflissen. Die strenge synthetische Methode,die sich hier vorzüglich anbringen laßt, kragt dazuungemein vieles bey. Allein fast glaube ich, daßj dics eine von den Ursachen sey, warum die aller-meisten, welche auf Universitäten die Mathematiktreiben, entweder gar nichts, oder doch viel zu we-t nig davon lernen, als daß es einen praktischen NurHen bringen könnte. Es giebt in der That nichtviele recht systematische Köpfe, und wenn solche,die nicht gleichsam von Natur schon Geometer jmd,j noch dazu mit einer Menge von Sacken überhäuft, werden, Sie sie in kurzer Zeit lernen sollen, so wer-den sie bald ganz verwirrt, verdrieslich, und lassenalles liegen. H. H. Rästner schreibt in dem an-geführten Comment, auf der 5 S. folgendes:„ich kann den Fleis und die Gemüthsgabcn derer„nicht für ganz schlecht erklären, die sich in der kur-„zen Zeit eines halben Jahrs nicht eine solche Men-„ge von Begriffen und Sätzen der reinen Mathe-„matik, vollkommen bekanntmachen können, als„zu fertiger Anwendung nöthig ist." Wer nureinigermassen den Umfang dieser Wissenschaft nach