5
Der I. Abschnitt.
7 §-
Ein paar Zahlen mit einander vergleichen heißtnemlich nichts anders, als eine Prüfung anstellen,ob beyde gleich, oder ungleich groß sind. Ueberhauptaber kann man eine solche Vergleichung mit allenDingen anstellen, denen man eine Grösse zuschreibt,und man hält die Dinge für gleiche Dinge, wenneines in Absicht der Grösse mit dem andern einerleyist, und also in Absicht der Grösse an die Stelle desandern gesetzt werden kann. Eins ist aber dem an-dern ungleich, wenn beyde in Absicht der Grössenicht einerley sind. Ein Paar ungenannte Zahlenwerden demnach gleich groß seyn, wenn sie einerleyMenge von Einheiten enthalten, und sie werden un-gleiche Zahlen seyn, wenn die eine nicht eben die Men-ge von Einheiten, als die andre ausdrückt. Weilbey den genannten Zahlen die Grösse und übrige Be-schaffenheit der zusammengezählten Einheiten selbstmit in Betrachtung kommt; so wird bey diesen nichtallein erfordert, daß einerley Menge von Einheitenin beyden vorhanden sey, sondern es müssen auch über-dem die zusammengezählten Einheiten selbst einerleyseyn, wenn beyde Zahlen gleich groß sey» sollen.So sind drey Ccncncr und drey Pfunde der Zahlnach einerley, aber nicht dem Gewichte nach; deß-wegen sind es zwar gleiche Zahlen, als Zahlen be-trachtet, aber nicht gleiche genannte Zahlen.
8 §.
Bey der Prüfung, ob ein Paar Grössen einandergleich, oder ungleich sind, verfahren wir allemahlnach gewissen Grundsätzen, die einem jeden bekanntsind, und deßwegen nur verdienen besonders ange-merkt zu werden, weil man in dieser WissenschaftAr den