Band 
Der erste Theil. Die Rechenkunst und Geometrie.
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,76 Anfangsgründe der Rechenkunst.

diejenigen einiger Maaßen im Rechnen geübet wer-den, die keines andern Unterrichtes gemessen. Eswäre freylich eben nicht der beste Weg, wenn manallen jungen Leuten, die zur Handlung, zu Künsten,oder Handwerken vorbereitet werden sollen, die Re-chenkunst so vortragen wollte, wie sie in marhemati-fchen Lehrbüchern abgehandelt wird. Bey einemgrossen Theil derselben würde man damit gar nichtfortkommen, weil sie oft kaun, dazu ausgelegt sind,nach der Erwartung ählicher Fälle zu schließen, ge-schweige eine lange Reihe aneinander Hangender all-gemeiner Wahrheiten zu überdenken. Für solcheLernende ist die Anführung nach der gemeinen Artgut genug. Aber Gelehrte, und überhaupt solchePersonen, die ihre Seelenkräste mehr, als der gemei-ne Haufe brauchen, können auf einem weil leichternWege zu eben dem Ziele gelangen.

!94 §-

Allemahl, wenn ein Paar Grössen von einer ge-wissen Art, sich eben so wie ein Paar Grössen verhal-ten, die zu eben derselben, oder auch zu einer andernArt gehören, läßt sich diese Regel-Detri anwenden:«S müssen alsdenn drey von diesen Grössen gegebenseyn, wenn die vierte gesucht wird. Demnach mußman zuförderst wissen, ob zwey Grössen, wovon inder Aufgabe die Rede ist, sich wirklich so gegen ein-ander verhalte» , wie die dritte zur gesuchten Grösse,bevor man die Regeln anwenden kann. Die Ver-hältnisse und Proportionen derjenigen Sachen gegeneinander, womit wir bey den täglichen Geschäftendes gemeinen Lebens zu thun haben, lernt man, we-nigstens zum Theil, von Jugend auf, so zu sagen,Von selbst kennen. Viele sind durch Gesetze, andre