198 Anfangsgründe der Rechenkunst.
gülden wieviel sind es Thaler? Die Proportion,welche die Antwort giebt, ist eigentlich diese:
Thal: Kayserfl:— 194: gest Anzahl von Tha-lern.
Weil nun z Mark einen Thaler, r Mark einenGulden machen; so ist das soviel, als wenn manansitzt
zMkrrMk:^- »94 Kaysirfl: ges. Thal.; und2 x 194
man erhält-— > 29^ Thl: wie im 195 §.
Wenn man sich von diesem Exempel eine Vorstel-lung nach gemeiner Art machen will: so muß mani Thl. als di? Fragzahl ansehen, und sich die Sachesi> vorstellen: Wenn r Kfl. giebt 194 Stück, wieviel giebt ein Thaler? Nun weis man; je grösserder Werth einer Münze ist, desto weniger gehörendavon zu einer verlangten Summe Geldes. Alsomuß hier die Fragzahl voransiehcn, und der gemei-ne Ansatz ist dieser:
Wie viel i Thl.? — 194 Stück — r Kfl:z Mk.? rMk: Facil 129^ Stück in Thalern .
208 §.
Ein doppeltes Capital kragt in halb so vieler Zeiteben so viel Zins, als das einfache in verdoppeltenZeit, und überhaupt sind die Zeiten den Capitalienumgekehrt proportional, wenn die Zinsen gleich seynsollen. Man sitze also, Cajus hat dem TitiuSraoo rthl. auf 8 Monathe ohne Zins geliehen ge-habt, und nun leihet TitiuS dem Cajus 70a rthl.mir dem Beding, sie so lange zu behalten, bis derDienst auf beyden Seiten gleich werde. Die Frageist: wie lange Cajus die ihm geliehenen 700 rthl.