Band 
Der erste Theil. Die Rechenkunst und Geometrie.
Seite
205
JPEG-Download
 

Der I. Abschnitt. 2^5

demselben herausgebracht werden, ohne daß die Ren-de, so ihn allenthalben umgiebt, zerbrochen würde:so würde innerhalb des Wachses eine Höhlung bleiben,mit dem herausgeschaftcn Würfel von einerley Ge-stalt, und Grösse. Eben diese Hälung ist der Raum,den der Würfel einnahm, da er noch im Wachs ver-schlossen war. Einen solchen Raum nimmt der Wür-fel allenthalben ein, wo man ihn auch hinbringt,und die Grösse und Gestalt dieses Raums ist mit derGrösse und Gestalt des Würfels allemahl einerley.Man kann sich leicht anfähnliche Art eine Vorstellungvon dem Raum machen, den jeder andre Körperausfüllt.

Die Grösse, welche eigentlich den körperlichenDingen allein eigen ist, nennt man eine ausgedehn-te Grosse, weil der Körper desto grösser, oder klei-ner ist, je mehr oder weniger er ausgedehnt ist. DieGrösse seiner Ausdehnung ist mit der Grösse desRaums, den der Körper ausfüllt, allemahl einerley(i §). Deßwegen heißt auch wohl der Raum selbsteine ausgedehnte Grösse.

Z §-

Die Geometrie ist eine Wissenschaft von der Artund Weise, wie man eine ausgedehnte Grösse mitder andern vergleichen, und aus gegebene» Grössenvon dieser Art andre von eben der Art finden kann.Sie ist eine Wissenschaft von einem ungemein gros-sen Umfange, und der Nahme brückt den Vorwurfderselben nicht in seiner völligen Allgemeinheit auS.Das griechische Wort bedeutet nicht allein dieganze Erde; sondern auch oft eine Landschaft, einStück Feld, und der Name bedeutet ein

Maaß