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Geschichte dieser Kenntniß. §. r.
wirke auf die Aefte und treibe sie in die Höhe, dieSchwere der Erde aber ziehe die Wurzel abwärts.Weil nun die in ihrem Streben entgegen gesetzten Ele-mente in den Gewächsen ganz gleich sind: so kann auchkeines von beiden Geschlechtern die Oberhand haben;die Letzter» können nicht einmal aus einander treten,sondern müssen verbunden bleiben. Die Pflanzen sinddaher, wie Empedokles ausdrücklich lehrt, Zwit-ter-Geschöpfe. v)
Oft hat man schon gesagt, daß die ersten Ver-suche des jugendlichen menschlichen Verstandes die Na-tur der Dinge zu erforschen und zu erklären, auch diegelungensten seyen. Ohne mich auf die allgemeine Ent-scheidung dieser Frage einzulassen, muß ich doch ge-stehen, daß selbst die neuesten Versuche die Natur derPflanzen zu erklären, mit den frühesten Empedoklei«schen bis auf die Ausdrücke übereinstimmen. Dennman setze Licht statt des Feuers und Materie statt derErde: so sind die neuesten naturphilosophischen Erklä-rungen des Pflanzenlebens dieselben, wie sie das grie-chische Alterthum kannte.
Noch bestimmter, deutlicher und überein stimmen-der mit den neuesten Lehrmeinungen äußerte sich Ana-xagoras von Klazomene über die Natur der Ge-wächse, wenn er sagte: die Erde sey ihre Mutter, dieSonne ihr Vater.'°) Dabey ist selbst der Ausdruckbedeutend, indem das Männliche auch das thätige Prin-cip, im Licht am wirksamsten ist. Im exoterischen Uns
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