Geschichte dieser Kenntniß. §. i.
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Tiedemann kaum einer seiner Nachfolger: dannmuß man innig bedauren, daß sein Werk über diePflanzen verloren gegangen. Er selber führt es unterdem Titel: Theorie der Gewächse, an. ^). Athe-näus, Diogenes von Lacrta und der Scholiast desNikander hakten es noch gesehen; daher muß eserst im Mittelalter untergegangen seyn. Indessenkönnen wir über die Beschaffenheit seiner Ansichten vomGcwächsrciche aus den Stellen urtheilen, die in seinenübrigen Schriften von der Natur der Pflanzen vor-kommen. ,
Frey von den Dorurtheilen der frühern Schulen,suchte er überall in der Erfahrung die Aehnli'chkeitenoder Verschiedenheiten der Pflanzen und der Thiereauf. , In beiden Reichen der Natur giebt es nach ihmvon selbst entstandene Zeugungen, die nur sich zusam-men fügende Principien voraussetzen. Die niedernOrganismen entstehen auf diese Weise.
Wie er sich gewöhnt hatte, die Natur im Gan-zen und Großen zusüberschauen: so mußte ihn dasFortschreiten derselben von unvollkommenen zu voll-kommenern Bildungen, von unbelebten und unorgani-schen Körpern zu den belebten und organischen ganzvorzüglich fesseln. Zwischen Pflanzen und Thierennahm er offenbare Uebcrgänge an, die sich an denSchaalenthieren zeigen; die Letzkern seyen als Pflanze»in Rücksicht auf die übrigen willkürlich sich bewegendenThiere anzusehen; auch Empfindung fehle ihnen zum
12) Uirt. allim. L, ».
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