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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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106
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Drittes Kapitel.

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Safte vorzüglich bereitet und enthält. Sie sind (Taf.VI. Fig. 28.) aus dem gewöhnlichen Schöllkraut und(Taf. Vl. Fig. 2y.) aus der Kreuztanne und der Wei-muthskiefer dargestellt. Man findet sie in den harz»gebenden Bäumen und in den milchgebendcn Pflanzenäußerst leicht, wenn man auch nur den geringsten Ein«schnitt in die Rinde macht. Sie gehen mehrentheilssenkrecht, oft auch etwas gebogen, sind von keiner ei«genrhümlichen Haut umgeben, sondern die benachbar-ten Zellen, in ihrer Nähe gewöhnlich etwas gedräng-ter, bilden ihre Wände. Sie laufen nicht ununter-brochen fort, sondern hören mit einem blinden Endeauf, und fangen an andern Stellen wieder an; daherder Saft auch nicht beständig aus ihnen abfließen kann,sondern in einiger Zeit zu fließen aufhört. Sie stehengewöhnlich in einer bestimmten Zahl und Ordnung imUmfange des Stammes; in ihrer Nähe finden sich im-mer mehrere Bündel von Schraubcngängen, die oftselbst ihre Wand bilden; dies hat unter andern Com-paretti sehr gut angegeben;') sie lassen sich auch inder Wurzel und selbst im Holze nachweisen, da dieFortsetzungen des Bastes strahlenförmig durch dasHolz gehen. Dies ist kürzlich, was ich an ihnenbemerke.

Meine Vorgänger haben sie von je her beobach-tet, und zum Theil sehr genau beschrieben, zum Theilihnen einen größer» Werth beygelegt, als man ihnengeben kann. Theophraft schon beschreibt sie unter

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