iZ4 Viert. Kap. Von denSchraubengangen
Blattstiele in die Blatter, und nicht bloß das Adernctz,sondern auch das dazwischen liegende Parenchym wirddavon gefärbt. In diesem Augenblick untersuche icheinen Zweig von (rleckitsclua neben einem Rosen-zweig, die beide in Lakmustinctur i6 Stunden langgestanden. In dem erster» sind bloß einzelne punktie-re Röhren, in dem letzter» aber punktirte Röhre» undgestreckte Zellen, aber in keinem von beiden sind dieSchraubengänge am Marke gefärbt.
Hier sind dreyerley Resultate. In dem erstenFalle färben sich bloß die jüngsten Spiralfasern, imzweyten bloß die Kreppen- und punktieren Gänge, imdritten auch das Zellgewebe. Warum sind im erstenFalle nicht die punktirten Gefäße, im andern Fallenicht die Schraubengängc, warum sind im dritten Fallealle Theile gefärbt? Man erlaube mir diese Fragenerst zu beantworten, wenn ich erzählt habe, was mei-ne Vorgänger gesehen und geschlossen haben.
Schon Magnol hatte einen Tuberosenftengelin den Saft der tolaeca gesetzt, und dadurchrothe Streifen in der Blume hervor gebracht. GinJesuit , P. Sarrabat, dc la Baisse genannt,war der zweyte, der mit dem rothen Saft der Beerender ?ii)'l.o1ace3 diese Versuche machte.Er sah,daß der Saft weder durch die Rinde noch durch daSMark, sondern bloß durch das Hol; aufstieg, in dieVlattnerpen und selbst in die Fasern der Blüthen über-
ZH) <Is I'Lcaä. ä« psri» 1709. p. roZ>
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