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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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221
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V. d. Mischungs-Verhältn.d. Pflanzen. §. Z4. 221

ftn erst die Außendinge einwirken; der organische Kör-per muß den Eindruck empfangen und darauf muß dieGegenwirkung folgen. Man sieht also, daß hier sichdas leidende Verhältniß mit dem thätigen verbindet,daß das Leben keineswegeö der Erfolg des Kampfes derAußendinge mit der organischen Thätigkeit ist, sonderndaß es viel höher begründet und nur durch Außendin-ge beschränkt wird. '

Der Erfolg dieser Thätigkeiten, in Gestaltung,Dcrahnlichung und Bewegung, ist Erhaltung der gleich-artigen Erzeugung einer höchst veränderlichen Mischungund immerwährendes Ausgleichen des Streits scheinbarentgegen gesetzter Dinge.

§. Z5-

Mischung organischer Körper überhaupt.

Die Mischung in organischen Körpern hat meh-rere Eigenthümlichkeiten, die sie vor der Mischungphysischer Körper auszeichnen, jedoch ohne daß dieGränzen fest bestimmt wären. Sie ist viel veränderli-cher und zersetzbarer, weil die größere Thätigkeit einemehrfache Verbindung der Ucftoffe bewirkt. Dahererhält sich jene Mischung ohne den Einfluß der Lebens-kraft fast keinen Augenblick: sie'geht, so bald jenerEinfluß aufhört, in eine Zersetzung ebener Art über,die kein physischer Körper erleidet. Bey der Gährungschleimig-zuckerartiger Flüssigkeiten des Pflanzenreichsentbindet sich Kohlensäure, schlägt sich Weinstein nie-der, tritt endlich der Wasserstoff im geistigen Bestand-theil hervor, welche alle als solche nicht vorher zuge-