Von d. Mischungs-Verhaltn. d. Pflanzen. H. 47 . Z59
größerer Menge in dem künstlich erzogenen Rocken,als in dem, welcher auf dem Felde gewachsen war;sogar die Kieselerde war im Verhältniß wiereichlicher in dem künstlich erzogenen Rocken. Dieseist aber bekanntlich so unauflöslich, daß sie sich nur inder Glühhitze in Alkalien auflöst.
Diese Versuche wurden von Braconnot aufsvollständigste bestätigt. «°) Er säete Senf in reinegepulverte Bleyglatte, in Schwefel oder in seine Schrot-körner, begoß sie mit destillirrem Wasser, und bedecktesie sorgfältig. Die daraus aufgezogenen Pflanzenblühten und setzten Saamen an. Chemische Untersu-chungen ergaben, daß diese Pflanzen Kohle, Kieseler-de, kohlen-und Phosphorsauren Kalk, Eisen-Oxyd,Bitter - und Thonerde enthielten. Sehr richtig schließtdaher der Verf. aus diesen Versuchen, daß die Lebens-kraft der Pflanzen in Verbindung mit dem Sonnen-licht alle die Bestandtheile erschafft und producirt, wel-che man sonst als Educte des Bodens angesehen.
Auch Schröders neuere Erfahrung gehörthieher: daß man von der Auflösung des kohlensaurenBaryt, womit man Pflanzen begossen, nie etwas inder Asche der letztem findet. ^')
Neuere Versuche von Crell^) haben sogar ge-lehrt, daß die Pflanzen durch die Vegetation selbst sich
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80) Gehlens Iourn- IX. 79.
81) Hermbstädts Büllctin, B. IX. S. 270.
82) GLtting. gel. Anj. 181-. St. 4- S, 893 —ZY8. Lom-
inEtt. vol; l. Auch Gehlens 2 »urn.
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