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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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Sechstes Kapitel.

selbst zubereiten, indem selbst die Böge! mehr enthal-ten als die Menschen; die kaltblütigen Thiere aber sowenig, daß es nicht in Betracht kommt: so sollte manauf die Vermuthung kommen, daß die Gewächse auchzwar die Urstoffe des Eisens in sich enthalten, ohnedaß eS in irgend einer metallischen Form sich durch Rea-gentien eher verräth, als bis die Gewalt des FeuerSes auS der Pflanzenfaser dargestellt hat, wo die Salz-säure es anzieht.

Dem Eisen in der Pflanzenasche hängt gewöhnlichMangan - oder Braunstein- Oxyd an: Scheeleschon fand es auf diese Art; noch mehr Lampadiusin der Asche deS Rockens, den er in Kalk gezogen, zu7 Hunderttheilchen, v') und Schrader in solchemRocken, den er in Sanitäts-Geschirr gezogen: wo-raus offenbar hervor geht, daß die Pflanzen dies Me-tall so wenig als das Eisen aus dem Boden anziehen,sondern daß sie beide selbst bereiten. Auch Saussureder jüngere erhielt Mangan-Oxyd zu ro Hunderttheil-chen aus den Pflanzen vom Granit-Gebirge, da indem letztern nur y Hunderttheilchen enthalten sind.

Andere Metalle, als Bestandtheile der Gewächseanzunehmen, dazu berechtigen uns keine genauere Ana-lysen. Gold und Zinn hat man zu einer Zeit in denPflanzen finden wollen, wo die Chemie noch in ihrerKindheit war. Wir können sie also mit Stillschwei-gen übergehn.

93 ) Samml. prakt. chem. Abhandl. III- 87.

v4) Hedwig zu Humboldts Aphorismen, S. 134.