3Z2
Siebentes Kapitel..
fing, da die Sonne ihn zum ersten Mahl beschien,an zu schaudern: eine Erschütterung, der ähnlich, diedurch das Fahren eines schweren Frachtwagens aufdem Steinpflaster entsteht. Bald darnach fing diePflanze an sich dunkler zu färben und stärker zu trei-ben. Im folgenden Jahr bemerkte er dieselbe Erschei-nung, und mehrere Freunde mit ihm. Einer derselbenversicherte, an einer durchwinterten Reseda dasselbe be-merkt zu haben.
Selbst die Richtung der Blätter, mit der einenFläche nach oben, und mit der andern nach unten,wird offenbar durch das Sonnenlicht veranlaßt, undkann, wie Bonnet erfahren,?') nicht durch künst-liches Licht nachgeahmt werden. Schließt man näm-lich das Licht ganz aus; so bleiben die Blatter in derRichtung, die man ihnen gegeben hat. Wennauchdie Blätter vom Stamme getrennt sind: so verändernsie doch ihre Richtung auf dieselbe Art. ??) Daß so-gar das Mondlicht einigen Einfluß auf die grüneFarbe der Gewächse und auf die Vegetation hat,scheint sich aus Tessier's Versuchen schließen zu lassen.Denn Pflanzen, die des Nachts im Mondcnschein undam Tage in der Finsterniß standen, wurden wenigergelblich, als die, welche Tag und Nacht im Dunkelnblieben, Nach Goudaert's Beobachtungen soll