Siebentes Kapitel.
Z?a
auf die Pflanzen angewandt, und theils ähnliche,theils abweichende Wirkungen derselben wahrgenommen.
Was zuvörderst den Arsenik betrifft, der alseines der heftigsten Gifte für den thierischen Körperbekannt ist: so ist oben (§. 59.) schon bemerkt wor-den, daß, nach Lampadius Erfahrung, Arsenik imBoden nicht in die Gewächse übergeht, ja daß er dieVegetation sogar zu befördern scheint; woraus manschließen könnte, daß er durch Ueberschuß an Sauer-stoff. wirkt. Allein Kiel meyers und JägerSneuere Versuche haben eine andere Ansicht bewirkt.^)Es ist schon an sich unglaublich, daß eine so äußerstgeringe Menge Sauerstoff, oft nur ein halber Gran,als zur Vergiftung des Menschen hinreicht, so ge-fährliche Wirkungen erzeugen könne. Auch bewirkenandere oxydirte Substanzen, die den Sauerstoff leichtfahren lassen, bey weitem nicht die nachtheilgenWirkungen; und weißer Arsenik bringt die. Milchso wenig als das Blutwaffer zum Gerinnen. DerArsenik scheint vielmehr in allen Organismen die Con-tractilität zu zerstören und die Empfänglichkeit aufgleiche Weise zu erhöhen, wie das Viperngjft.
Die Blätter der lVlimosu verloren ihre
Reizbarkeit, noch ehe sie die grüne Farbe verloren; dieKeimfähigkeit wurde in den Saamen zerstört, auchwenn sie in eine Auflösung getaucht waren, die nur
2§) Oi». äs elkscribu« »nelllcl la r«r!oi o-§Lni»wo».lubiog. r8°8> 8-