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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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370
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Siebentes Kapitel.

Z?a

auf die Pflanzen angewandt, und theils ähnliche,theils abweichende Wirkungen derselben wahrgenommen.

Was zuvörderst den Arsenik betrifft, der alseines der heftigsten Gifte für den thierischen Körperbekannt ist: so ist oben (§. 59.) schon bemerkt wor-den, daß, nach Lampadius Erfahrung, Arsenik imBoden nicht in die Gewächse übergeht, ja daß er dieVegetation sogar zu befördern scheint; woraus manschließen könnte, daß er durch Ueberschuß an Sauer-stoff. wirkt. Allein Kiel meyers und JägerSneuere Versuche haben eine andere Ansicht bewirkt.^)Es ist schon an sich unglaublich, daß eine so äußerstgeringe Menge Sauerstoff, oft nur ein halber Gran,als zur Vergiftung des Menschen hinreicht, so ge-fährliche Wirkungen erzeugen könne. Auch bewirkenandere oxydirte Substanzen, die den Sauerstoff leichtfahren lassen, bey weitem nicht die nachtheilgenWirkungen; und weißer Arsenik bringt die. Milchso wenig als das Blutwaffer zum Gerinnen. DerArsenik scheint vielmehr in allen Organismen die Con-tractilität zu zerstören und die Empfänglichkeit aufgleiche Weise zu erhöhen, wie das Viperngjft.

Die Blätter der lVlimosu verloren ihre

Reizbarkeit, noch ehe sie die grüne Farbe verloren; dieKeimfähigkeit wurde in den Saamen zerstört, auchwenn sie in eine Auflösung getaucht waren, die nur

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