Neuntes Kapitel.
414
die grüne Rinde bis an die Oberfläche, und zeigt sichim äußersten Umfang bloß gedrängter und dichter.(Taf. XI. Fig. 55. Taf. XII. Fig. 56 — 58.) DieZellen erscheinen gestreckter und mir sparsamern Zwi-schenwänden versehn. Aber, wo sich schon Holz ange-setzt und die Oberhaut gebildet hat, da ist die letz-tere leicht von der Rinde zu unterscheiden. ( Taf. II.F'g. n.)
Aus Zellgewebe besteht durchgehends die grüneRinde, doch zeigt dasselbe verschiedene Formen. Ge-wöhnlich ist es wahres Parenchym (§. 12. S. 79.)aus sechs - oder viereckigen Zellen bestehend, und vollvon grünen, mehr zubereiteten Säften, aus denen sichkörnige Niederschlüge an der innern Seite der Rindebilden. (Tast II. Fig. 11.) Die eigenthümlichen Säf-te werden entweder von den Zellen des Parcnchyms,oder von eigenen Behältern aufbewahrt. (§. iL. S.105. 106.) Andere Gefäße, als diese Safthalter,sind in der Rinde der Dikolyledonen nicht zu bemerken.Aus den eigenthümlichen Säften schlagen sich auch wohlan der innern Seite der Rinde (Taf. II. Fig. n.)feste Harzkbrner nieder, welche Malpighi corpo-ra tartarea nennt ^), und die du Hamcl mit Un-recht als verhärtete Zellen ansieht. '?)
Nicht alle Vorgänger haben den Bau der grünenRinde so einfach dargestellt. Malpighi stellt ästi-ge, zusammen mündende Röhren dar, die durch Schläu-