Von dem Stamm. §. 82. 46z
enger wird, sondern in einigen altern Trieben oftweiter erscheint.
Wenn wir das Anlegen neuer Splintschichten imUmkreise behaupten: so laugnen wir deßwegen nichtdas Wachsthum des Holzkörpers in allen Richtungen.Denn es bleibt ausgemacht, daß auch zwischen denHolzfasern sich neue Baströhren und Spiralfasern er-zeugen, welche zwar bald wieder verwachsen, aberLoch eine Zeit lang ihre Dienste thun. Daß der Saftjm Holzkörper aufsteige, ist fast allgemein zugestanden;doch macht Grew schon einen merklichen Unterschied.Jm ersten Jahr, sagt er, bewegt sich der Saft in denGefäßen, welche das Mark umgeben; in der Folgesteigt er im Holze auf, vorzüglich im Frühling. Diesist das Bluten des Weinstocks, welches aus den kuftwe-gen kommt, und wohl zu unterscheiden ist von dem Auf-steigen in den Lymphgefäßen der Rinde (den Baströh-ren.
Dieses Aufsteigen im Holz erfolgt nach innernLebensgesetzen, ohne daß äußere Reize anders als Gerlegenheits » Ursachen wirken. (§> 80.) Jm Herbstgefällte Bäume schlagen, auch wenn man sie aufdem Schnitt »erpicht hat, nn Frühling doch wiederaus. ob) In geschälten Bäumen, wo der Gang derNatur unterbrochen und kein Bildungssaft bereitetwird, steigt doch der Saft im Heizkörper, und zwar
§7) l.. e. x. 124. t. Vergl. Haies Statik, 79.
ß8) OuHsniet äe I'explailsiion -ies boi,, II. _
Hartig's An«, zur Holzzuchr, 6Z. — MedikU.r
Leytr. Z06.