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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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481
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Metamorphose der Theile. §. 84. 481

die Hüllen der Knospen; die letzter» kann man abneh-men ; die Knospe bleibt unverletzt, nur daß sie langerwird. 4?) Waren die Hüllen den Augen so nothwen-dig, als die Saamcnlappcn den meisten Pflanzen: sowürden nicht sehr viele Baume, besonders fast alletropische, und unter den europäischen VilaumiumI>nnt.-rna und mehrere andere, ihrer völlig entbehren.Sie sind vielmehr dem jungen Triebe zum Schutz gegendie Kälte und Nässe des Winters verliehen; daher derharzige Ueberzug und die wollige Bekleidung der innernSchuppen, als schlechte Wärmeleiter, auch gar keineFeuchtigkeit durchtasten. 48) Zu diesem Schutze gabdie Natur den Acacien besondere Gruben mit Filz aus-gefüttert, worin die Knospen liegen. 4s) -)ft sinddiese Hüllblätter auch nichts anders als Blattansätze,wie bey den Tulpcnbaumen.

Der Ort, wo die Knospen vorkommen, ist ge-wöhnlich der Winkel, welchen der Blattstiel mit demZweige macht; dann auch die Spitze des Triebes , wooft ihrer mehrere zusammen sitzen. Hier können sieum so leichter entsteh,,, je mehr schon die Anlage zueiner Vervielfältigung der Saftröhren und Schrauben-gänge an diesen Stellen sichtbar ist, die durch den Zugder Säfte nach den Blättern noch mehr begünstigtwird. Auch an den Spitzen der Triebe erscheinenKnospen, wo der aufhörende Trieb mit einer Anhäu-

4?) 8eo«I>isr IV. 2 or.

48 ) Seoebisr I. ZKZ.

49) Medic»s Bcytr. Z 9 .