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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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486
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486 Zehntes Kapitel. Von den Knospen und der

theils zo<> ist. Er meint, daß unter dem gleichenWinkel auch die Flüsse in die Ströme übergehn. ^')

Die Natur zeigt unö in dieser Stellung der Zwei-ge schon ein bestimmtes Zahlen-Verhältniß,auf welches wir in der Folge mehrmals zurückkommenwerden. Der Grund desselben liegt in der Einfachheitoder zusammen gesetzten Beschaffenheit der Eincheilung;denn spaltet sich ein Bündel von Safrröhren undSchraubcngängen: so ist die dreyfache Eincheilung dieerste. 6') Davon liegt die allererste Spur in denWurzelblättern, die, meist gegenüber stehend, denHauptstengel umfassen. Dies drückt sich in dem drey-kantigen Halm der Cyperoiden, dem dreyeckigen Schaftmancher Liliacecn und in der dreyfachen Zahl der Kro- Inenblätter und der Befruchtungs-Werkzeuge der mei- isten Monokotylcdonen aus. Wo noch keine Aeste sich ^ausbilden können, da nimmt der Halm Knoten, alszurück gedrängte Knospen, in sich auf. Die knotenlo-sen Cyperoiden stehn daher niedriger als die meistenGräser. Es ist wahr, wir haben auch dichotomische,gabelförmige Verzweigungen; aber, als ob auch beydieser abweichenden Formel uns ein Fingerzeig gegebenwerden sollte, was das einfache Grundgesetz der Thei-lung sey, bringt der Winkel, den die Gabel bildet,meistens die Blüthe hervor. (Lilens, ^ntliemisnrnbion) Daß Sechs und Neun nur Verdoppelun-gen und Wiederholungen der dreyfachen Zahl sind,leuchtet Jedem ein.

6i^i LluUes cls I» nskure, III. 27g.

6-) Oken a. a. O. 15 z.