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Elftes Kapitel.
die Pflanzen litten. Das Gegentheil geschah im Schat-ten; das Kalkwasscr verschluckte ebenfalls Kohlensaure,aber die Pflanzen gediehen besser, als wenn man sieohne Kalkwasser im Schatten stehn ließ. ") Es istalso erwiesen, daß die Abwesenheit des Lichts zur Ent-wickelung des kohlensauren Gas aus den Pflanzen bey-tragt. Dadurch aber kann die Atmosphäre nicht ver-dorben werden, weil, wie wir oben (§- 46. 47.) sahen,die Pflanzen dieselbe Kohlensäure wieder aus der Luftverschlucken.
§. 9l-
Von der Ausdünstung der Blätter.
Diese Gasarten abgerechnet, dünsten die Blät- iter der Pflanzen auch andere Stoffe aus, die bald alselastische, bald als tropfbare Flüssigkeiten, nach denverschiedenen Graden der Wärme und nach dem ver-schiedenen Einfluß des Lichts aus ihnen ausgeleert wer-den. Außer Mari 0 tte, der die ersten Bemerkungenüber die Ausdünstung der Pflanzen gemacht "), hätHales vorzüglich gründliche Untersuchungen über die-sen Gegenstand angestellt. Er fand, daß an trocknenund warmen Tagen eine Sonnenblume 20 Unzen eka,frischer Flüssigkeit durch ihre Blatter verlor, und glaub-te, die Geschwindigkeit, womit der Saft in dieserPflanze aufgestiegen war, auf 45^ Zoll in 12 Stun-den berechnen zu können. Er verglich nun die Aus-dünstung des menschlichen Körpers, und fand-, daßir) Das. x. 37. -
12) Lisa/ »ur iL-veZet. p. gz.