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Verzeichniss der Sammlungen der Zürcher-Sternwarte / angelegt von R. Wolf
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Zürich , und wegen seiner nicht geringen astronomischenKenntnisse in ehrenvollem Andenken behalten zu werden.Ein Ausfluss dieser Letztem war die von ihm, während er alsPfarrer in Fischenthal stand, angefertigte und 1648 an Zürich’s Bürgerschaft geschenkte, noch jetzt in der sog. Wasserkircheaufbewahrte, wenn auch natürlich schon längst in ewigenSchlaf versunkene, künstliche Astronomische Uhr , derenhandschriftliche Beschreibung, die damals der Verfertiger sei-nem Geschenke beigab, ebenfalls noch vorhanden ist, und denTitel führt: „Neuwe Astronomische künstliche Uhre, in wel-cher nach der Meinung Aristarchi Samii Philosophi, NicolaiCopernici, etc. die Bewegungen der Planeten und täglicheLäuff des Fixengstirns in rechter Harmonia und gleichheitmit den Oberen von stund zu stund etc. für Augen gestelt,so wundersamm und verstandtlieh, das auch ein Zehnjährigkind durch mündliche Anweisung in kurzem zu solchem ver-stand der Astronomie kan gebracht werden, zu dergleichenbissher der wenigst theil unter den Glehrten auff HohenSchulen gelangen mögen. Durch vilfaltiges nachdenken undüberlegen der Zahlen erfunden: und wie im werk Selbstendargestelt, also auch in folgender Schrift fttrgehalten. ImJahre des Herrn 1648.“ — Von derselben Uhr erschien nun1649 im Verlage der Bürger-Bibliothek bei Hans HeinrichHamberger zu Zürich auf einer Tafel von 42 cm Höhe und 35 cmBreite eine Abbildung sammt Beschreibung in lateinischerund deutscher Sprache. Letztere lautet wie folgt:

„Abriss der newen Astronomischen Uhr, auff selbigerBibliothec zu sehen, zu sammt jhrem gebrauch, indreyen Haupttheilen begriffen: Deren der erst betrifftden Calender: der 2. das Astrolabium, und der 3. derPlaneten-lauff, auff dess Copernici ineinung gerichtet. VonMichael Zinggen, Diener am Wort Gottes, und Burgerzu Zürich , erfunden.

„Dess Calenders halben wysst sie

1. Den tag eines jeden Monats, sampt den beweglichenFästen.

2. Die Osterzyten.

3. Dass rechte Ort der Sonnen.