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Verzeichniss der Sammlungen der Zürcher-Sternwarte / angelegt von R. Wolf
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grad (oder in welcher Declination d) die Sonnen sige, danndas Knöpfflein am Faden muss auf der Linien AB in gleichesZeichen und Grad (Parallel d) geruckt werden (nach ff); wanndas beschehen, so lass die Sonnen durch beyde Absehen schei-nen und der herabhangende Faden mit seinem Knöpffleinwird dir alsdann die stund weisen. Entspricht der Beobach-tung im Stundenwinkel s die Höhe H', so ist die Vorschriftvon Graffenried offenbar richtig, wenn die beiden Punkte Dzusammenfallen oder x = x ist. Nun hat man offenbarA A 1 0 B A A! 0 B + A B 0 D oder

a b Sin (h h) a x Sin (h H!) + & x' Sin (ff' h)

, a b Sin ( V h)

oder * ~ a Sin (h - H) + b Sin (ff' - h)

, , , . a b Sin e

und entsprechend «= a Sin (e - d) + b Sin d

Setzt man nun z. B. ci = 2,& = l,e = 23 1 / 2 °, d = 15°,i j> = 42° 27' und s = 3 h , und somit h = 28° 36', h' = 47° 5' undff = 40° 46', so erhält man nach dieser Formel x = 1,47 undx = 1,44, es ist also jene geforderte Gleichheit wirklichnahe vorhanden und somit die gegebene, natürlich nicht aufabsolute Genauigkeit Anspruch machende Construction ge-rechtfertigt. Ein auf einer Messingplatte von 5 altenZürcher -Zollen oder 1272 Cm. Seite ausgeführtes Exemplareines solchen Sonnenquadranten, welches ich vor Jahren voneinem Antiquar erwarb und kürzlich der Sammlung derSternwarte schenkte, zeigt auf der Rückseite den NamenszugJ. J. G. und das Gossweiler-Wappen, und am Rande die In-schriften:Heylin in Zürich fee-, J. H. Vogel delineavit, J. Co. Keller sculpsit, und diente, wie das folgende zeigenwird, nicht nur zur Zeitbestimmung, sondern durch beigege-bene Scalen auch zu ballistischen Operationen. Der Haupt-verfertiger ist ohne allen Zweifel 12 ) der zu Zürich 1671 ge-

12 ) Theils nach meinen eigenen Nachforschungen auf der Stadt-bibliothek in Zürich , theils nach den gefälligen Mittheilungen derHerren Oberst Adolf Bürkli und Professor Salomon Vögelin-Escher.Sammlungen der Zürcher Sternwarte. 6