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1865 durch den seither verstorbenen Spitalverwalter Freiin Zürich geschenkt.
Die Uhr, welche ein ziemlich rohes und jedenfalls nichtmehr ganz vollständiges Werk hat, dürfte nicht leicht wiederin Gang zu bringen sein; dagegen ist das aus einer vergol-deten, quadratischen Kupfertafel von 32 Cm. Seite bestehende,ziemlich hübsch gravirte Zifferblatt nicht ohne Interesse.Abgesehen von den die Ecken ausfüllenden Emblemen dervier Jahreszeiten, zeigen die äussersten Kreise die zwölfMonate mit ihren einzelnen Tagen; dann folgen nach innen,unter Beigabe der entsprechenden Tageslänge, die zwölf Zeichendes Thierkreises, die ganz hübsch gravirt und je in ihre 30Grade eingetheilt sind, so dass 0° Arietis dem 20. März ent-spricht; noch weiter nach innen kömmt ein Kreis, der in 29 1 /«Theile getheilt ist, also offenbar den synodischen Mondumlaufdarstellt; nachher folgen Theilungen in 60 und 12, den Mi-nuten und Stunden entsprechend, und der innerste Baumendlich zeigt theils die Wochentage, theils die Figuren undNamen der Tagesregenten. — Es geht aus diesem Zifferblatte,über welchem man „Jacob Zöpfell Costantz“ liest, wohl mitziemlicher Sicherheit hervor, dass die Uhr dazu bestimmt war,ausser der gewöhnlichen Zeit, auch noch den Monats- undWochen-Tag, sowie das Alter des Mondes zu zeigen. Wie gutsie diese Aufgabe erfüllte, lässt sieh jetzt kaum mehr mitSicherheit bestimmen; dagegen will ich zum Schlüsse nocheinige Notizen über ihren Verfertiger beifügen, welche ichmir zur Zeit der Schenkung aus Constanz erbat, und dannauch durch Vermittlung von Herrn J. Marmor daselbst infreundlichster Weise erhielt: Jakob Zöpfel oder Zepfel, deram 18. Dezember 1770 im Alter von 88 V 2 Jahren starb, alsoim Frühjahr 1682 geboren wurde, wird sogar in den Kirchen-büchern der Beiname „Automatarius“ beigelegt, wodurch wohlso ziemlich bewiesen ist, dass er von seinen Zeitgenossen alsein in dieser Bichtung hervorragender Künstler betrachtetwurde. Aus seiner Ehe mit Katharina Winter von Stokacherhielt er, neben einer Tochter, vier Söhne, von welchenwenigstens zwei, Georg Andreas (1709—1772) und JohannJakob (1711—1787), ein höheres Alter erreichten; ob der eine