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Verzeichniss der Sammlungen der Zürcher-Sternwarte / angelegt von R. Wolf
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Als Johannes Feer 1786 von der zu weiterer Ausbildungunternommenen, circa dreijährigen Reise durch Deutschland undFrankreich , nach Zürich zurückkehrte, nahm er sich der ver-lassenen Sternwarte auf dem Karlsthurme an, und wusste dieNaturforschende Gesellschaft nicht nur zu bewegen, 1787 hei derRegierung um ihre (Reconstruction einzukommen, sondern auchdie gewiss gar nicht unbedeutende Auslage für Anschaffung eines16zölligen Kreises von einem der vorzüglichsten Schüler vonRamsden, dem berühmten Mechaniker William Gary in London (17591825), zu machen. Feer beobachtete mit diesem Kreisevon 1791 hinweg, - Hess ihn sodann 1808 durch den geschicktenMechaniker Georg Oeri in Zürich (17801852) zu einemMulti-plicationskreis umarbeiten, stellte ihn 1811 auf seiner neuenSternwarte bei der Kronenpforte auf, und erhielt dort muth-masslich mit seiner Hülfe unter Anderm die schönen Positions-bestimmungen, welche man ihm verdankt. Von Fccrs Todeim Jahre 1823 hinweg, bis zur Gründung des schweizerischenPolytechnikums im Jahre 1855, wurde Feers Sternwarte nurvorübergehend durch Eschmann, Hofmeister, etc., zuweilen zueinigen Bestimmungen-benutzt, in der übrigen Zeit war sieohne ständige Aufsicht, Die festen Instrumente, namentlich dasunter Nr. 260 beschriebeneMittagsrohr von Breitinger scheinenfortwährend dort geblieben, die beweglichen dagegen, und damitauch der Cary-Krcis, in die damals noch bestehende Sammlungder naturforschenden Gesellschaft zurücktransportirt worden zusein. Bei der spätem, unverantwortlichen Verschleuderungdieser Sammlung, bei der manches historisch werthvolle Stückverloren ging, kam der schöne Kreis, welchen man sich doch,wie es scheint, gescheut hatte, als Messing zu verwerthen. vor-übergehend in die physikalische Sammlung auf der Kantons-schule zu stehen, und wurde dann nach Vollendung der neuenSternwarte des Polytechnikums (also etwa 1864) an dieselbe ab-gegeben. Während diesen 40 Jahren nun, wo das Instrumentquasi herrenloses Gut war, wurde es offenbar nicht nur unvor-sichtig behandelt, sondern zum Theil demontirt, und nicht wiedervollständig zusammengesetzt, wobei verschiedene Schrauben, einOcular, das Loth, etc. theilweise oder sogar gauz verloren gin-gen, kurz es wurde zur Ruine, und wäre nur mit erheblichen