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Verzeichniss der Sammlungen der Zürcher-Sternwarte / angelegt von R. Wolf
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scher Sprache erschienenenStoicheiographia, Orograpliia etOreographia Helvetiae aufgeklebt ist, und das zweite einevon diesem Titelkupfer nur in wenigen Einzelheiten verschie-dene Tuschzeichnung zeigt, welche also wohl Füsslis ersterEntwurf zu jenem sein dürfte. Der hierauf folgende Text zerfälltin die drei AbschnitteDe aere, De igne, De terra, welchenach ihrer ganzen Anlage mit den drei ersten Abschnitten jenerDruckschrift von 1716 übereinstimmen, nur dass sie in latei-nischer Sprache verfasst, und einzelne Parthien (so namentlichder die Hypsometrie betreffende Theil, in welchem sich unterAnderm auch Abbildungen des auf pag. 50 meinerGeschichteder Vermessungen erwähnten Scheuchzerschen Reisebarometersfinden) etwas weiter ausgeführt sind. Man dürfte somit kaumirre gehen, wenn man annimmt, es habe Sclieuchzer das vor-liegende Manuscript in der Absicht verfasst, eine neue, ver-mehrte und auf das Ausland berechnete, lateinische AusgabeseinerNaturhistori zu veranstalten, und es möchten sich daoder dort noch andere Theile dieser neuen Bearbeitung vor-finden; unter allen Umständen aber ist dasselbe als ein werth-volles Andenken an einen der verdientesten zürcherischen Natur-forscher in hohen Ehren zu halten. Das zweite (muth-masslich um ein paar Decennien ältere) Manuscript, welchesich vor Jahren durch Hm. Oberbibliothecar Dr. Horner geschenkterhielt, und seither an die Sammlung der Sternwarte abgegebenhabe, enthält 50 von Scheuclizers Hand beschriebene und pagi-nirte Folioblätter, welchen dann noch viele Zeichnungen undTextblätter vor- und nachgebunden sind, die zum grossemTheile ebenfalls Scheuehzers Hand zeigen, während einzelnevon Andern (möglicherweise von Bruder Johannes) herrührenmögen. Das Hauptmanuscript enthält eine grosse Anzahl ziem-lich sauber gezeichneter geometrischer Figuren mit erläutern-dem französischem (ausnahmsweise lateinischem) Texte, und istals ein Bild von dem damaligen Lehrgänge in der Geometrienicht ohne Interesse: Die Lehrsätze werden zunächst anschau-lich gemacht und nur ausnahmsweise bewiesen, die gewöhn-lichen, sog. geometrischen Constructionen, inclusive der Bestim-mung unzugänglicher Distanzen und Höhen, die Regeln fürZusammensetzung, Theilung und Berechnung der Flächen und