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die 12 Monate, sowie von 5 zu 5 auch ihre Tage zeigt. Dabeientsprechen sich, wie es bei dem damals in St. Gallen nochgebrauchten Kalender sein musste, Anfang Widder und eilftcrMärz, und überdiess sind Beide so gestellt, dass die Regel,wenn sie nach unten gerichtet ist, etwa auf den 21. Octoberund den siebenten Grad des Scorpions fällt, in der Meinung,dass am 21. October sowohl die Sonne, als der zum Richtsterngewählte Kocliab (ß Ursae minoris) die Länge von 217° besitze.Während somit die Vorderseite des Instrumentchens wesentlichdem von Sebastian Münster in s. „Fürmalung und Künstlichbesclireibung der Horologien. Basel 1537 in fol.“ beschriebenenNocturnal entspricht, zeigt die Rückseite als Hauptbestand-theil einen in Grade abgetheilten Quadranten von nahe 6 omRadius, dessen Null bei verticalem Stande des zugehörigenRadius ein Lothfaden entspricht, während der Radius von 90°der durch zwei kleine Absehen bestimmten Visirlinie parallelist; man hat somit einen Höhenquadranten, bei welchem derLothfaden als Zeiger functionirt. Ein äusserer Bogen von 47 °Länge, dessen Mitte mit 43 °, d. h. der ungefähren Aequatorhöhovon St. Gallen , correspondirt, und dem „Zodiacus “ beigeschriebenist, zeigt die ekliptischen Zeichen in derWeise, dass für jede Längeder Sonne an dem Quadranten ihre Mittagshöhe abgelesen werdenkann. Das Innere des Quadranten ist nebensächlich mit einem„l’urbach’schen Quadratum geometricum“ und einem Systemevon Kreisen ausgefüllt, welche offenbar eine Art Sonnenquadrantconstituiren, auf welchen ich vielleicht später noch einmal zurück-kommen werde, da er nicht mit dem von Grafifenried beschrie-benen und von Meylin ausgeführten (v. Nr. 201 des Sannn-lungsverzeichnisses) übereinstimmt, — noch eher, aber auchnicht völlig, mit dem durch Sacrobosco auf uns gekommenenarabischen Sonnenquadranten (v. meine Gesell, d. Astr. p. 146).In der verlorenen Ecke ausserhalb des Quadranten endlich isteine die Tagesregenten schematisch darstellende Figur ange-bracht. — Das schon in Notiz 367 als „Agenda li erwähnte, inLeder gebundene kleine Notizbuch, welches zugleich als Etuifür das Instrumentchen dient, enthält vier, zum Theil zierlichbeschriebene Blätter, und zwar liest man auf der Vorderseitedesjenigen, welches dem Einlage-Rahmen für das Nocturnal folgt: