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334) Hemisphärische Sonnenuhr von H. Schineisserin Berlin . — Angekauft.
Dieser 1861 patentirte Apparat wurde zur Zeit von demVerfasser wie folgt beschrieben: „Die hemisphärische Sonnen-uhr stellt in einer halben Hohlkugel das Himmelsgewölbe ineinem Bilde dar, auf dem inan den täglichen (scheinbaren) Laufder Sonne das ganze Jahr hindurch verfolgen kann. Wenn dieSonnenuhr richtig aufgestellt ist, so verfolgt der Schatten desim Centrum liegenden Kreuzpunktes der übergespannten Fädenstets genau denselben Weg auf der innern Kugelfläche , dendie Sonne am Himmel zurücklegt. Jeder der zahlreichen Pa-rallelkreise bezeichnet den Weg der Sonne vom Aufgang biszum Untergang an zwei bestimmten, correspondirenden Tagendes Jahres, die auf den Linien genau bezeichnet sind; die zwi-schen zwei Linien liegenden Tage lassen sich durch das Augen-maass leicht bestimmen. — Die alle diese Parallelkreise recht-winklig schneidenden Kreise geben die dabei bezeichneten Tages-stunden an (von Morgens 4 bis Abends 8 Uhr); zwischen jedemderselben befinden sich wieder drei kürzere Kreisbögen, welchedie Viertelstunden bezeichnen, und die zwischen Letzteren be-findlichen Punkte bezeichnen Zeitabschnitte von fünf zu fünfMinuten. Diese Punkte dienen zugleich dazu, die einzelnenParallelkreise von der Mitte bis zum Bande leichter verfolgenzu können. — Der die ganze Halbkugel in zwei gleiche Hälftentheilende, mit 12 hezeichnete Kreisbogen, der Meridian, ist inder Mitte mit einer Gradeintheilung versehen, die zur richtigenAufstellung nöthig ist. Ausserdem ist eine Tabelle innen an-gebracht, die anzeigt, wieviel Minuten eine richtig gehendePendel- oder Taschenuhr mehr (+) oder weniger (—) zeigenmuss, als die Sonnenuhr (also eine Zeitgleichungs-Tabelle). Derdas ganze System von Parallelkreisen diagonal durchschnei-dende halbe grösste Kreis stellt die Ekliptik dar; dieselbe hathier nur ein wissenschaftliches Interesse. — Zur richtigen Auf-stellung der hemisphärischen Sonnenuhr ist nun zweierlei er-forderlich : 1) die Kenntniss der geographischen Breite des Ortsder Beobachtung, 2) die Berücksichtigung des Datums der Auf-stellung. Man stellt die Sonnenuhr nämlich auf einer möglichst