Buch 
Verzeichniss der Sammlungen der Zürcher-Sternwarte / angelegt von R. Wolf
Entstehung
Seite
160
JPEG-Download
 

160

Sonnenglas erhalten hat, trägt die Inschrift „Utzschneider undFraunhofer in München “, und besitzt bei etwas grösserer Focal-länge auch eine etwas stärkere Vergrösserung. Da mir mehr-fache Vergleichungen zu zeigen schienen, dass die etwas grössereLeistungsfähigkeit dieses zweiten Fernrohrs so ziemlich die imLaufe der Jahre nach und nach eingetretene, nach circa 45Jahren täglicher Sonnenbeobachtung nicht unbegreifliche Schwä-chung meiner Augen compensiren dürfte, so entschloss ich mich,dasselbe anstatt des Erstem in Gebrauch zu nehmen, und habenun diesen Wechsel mit Anfang des Jahres 1890 wirklich ein-treten lassen.

342) Abbildung der Sternwarte in Taschkent . — Ge-schenk des Directors Oberstlieutenant H. Poineranzeff.

Eine Photographie von 21V 2 cm. Breite und 16 cm. Höhedieser in die Hauptstadt Tachkent oder Taschkent des russi-schen Gouvernements Turkestan (4 h 37 m Gr. = 87° Ferro ; +4L 0 20') vorgeschobenen kleinen Sternwarte.

343) Porträte von Ferdinand Rudolph Hassler unddessen Frau Marie Galliard. — Geschenkt von MadameR. L. Hassler-Norris in Nizza .

Zwei in dem photographischen Atelier von W. Bienmüllerin Nizza in Cabinet-Format ausgeführte und gut gelungene Auf-nahmen, welche die alte Dame vor einigen Jahren nach den inihrem Besitze befindlichen, offenbar aus der Jugendzeit ihrerEltern herrührenden Bildern derselben machen, und mir da-mals nebst dem in Notiz 337 erwähnten Buche durch den seit-her verstorbenen Pfarrer Emil Zschokke in Aarau zustellenliess. — Ferd. llud. Hassler (Aarau 1770 — Boston 1843),dessen Initiative und geschickter Leitung die Vereinigten Staaten wesentlich die Anhandnahme und das Gelingen ihrer gross-artigen Coast-Survey verdanken, ist zu bekannt, als dass esnöthigsein dürfte, hier näher über seine Bedeutung einzutreten;doch will ich an das einlässliche Lebensbild erinnern, welchesich in Biogr. II 319—52 von ihm entworfen und in den Notizen337 und 365 noch ergänzt habe, sowie an die Schilderung seinerJugendarbeiten im ursprünglichen Vaterlande auf pag. 148—59meiner Geschichte der Vermessungen in der Schweiz .