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Taschenbuch der Edelsteinkunde : für Mineralogen, Techniker, Künstler und Liebhaber der Edelsteine / bearbeitet von Reinhard Blum
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ausbildung nicht erlangt, erscheinen in unregclmäs-sigen Gestalten, sind nicht krystallisirt.

In so fern nun einem gewissen Mineral einebestimmte Krystallform zusteht, dient diese alsErkennungszeichen für dasselbe. Auch die Edel-steine finden sich sehr oft in regelmäßigen Gestal-ten, welche in vielen Fällen ein entscheidendes undzuverlässiges Merkmal zu ihrem Erkennen abge-ben; da aber im Handel theils nur sehr unvoll-ständige und dann schwer bestimmbare Krystalle zutreffen sind, theils nur geschliffene Edelsteine inBetracht kommen, so ist es für den Techniker nichtsehr anwendbar, und er wird sich immer mehr aufdie anderen Kennzeichen bei seinen Bestimmungenbeschränken müssen. Es kann daher, aus den an-geführten Gründen, nicht in unserem Zwecke lie-gen, die krystallographischen Verhältnisse der Edel-steine weiter zu erörtern, zumal, da eine weitläu-fige, mathematische Auseinandersetzung erfordertwürde; wir beschränken uns bloß darauf, bei deneinzelnen Steinarten diejenigen Formen, und zwardurch Zeichnung, anzugeben, in welchen sie am öf-tersten vorzukommen pflegen»

Die nicht krystallisirten Mineralien zeigen inihren äußeren Gestalten entweder Aehnlichkeit mit