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zu der gewöhnlichen Art, Farben zu beurtheilen,auffallende Unterschiede durch diese Beobachtungs-meise. — Glanz und Durchsichtigkeit haben einengroßen Einfluß auf die Farben. Diese rühren vonbeigemischten Metalloxiden her; schon in früherZeit ahnete man die Natur des färbenden Stof-fes, nur was die Art desselben betraf, trug mansich mit irrigen Ansichten. So glaubte man z. B.Gold und Zinn seyen das färbende Princip desGranats. Boyle spricht sogar von einem metal-lischen Geiste, der den Edelsteinen ihre Farbe er-theile.
Die Farbe der meisten Edelsteine ist beständig,nur einige der zweiten Art zeigen ein Bleichen,wenn sie lange der Luft und dem Lichte ausgesetztwaren. Auch gibt sie meist nur ein schwaches Kenn-zeichen für die verschiedenen Steine ab, da oft einund dasselbe Fossil in mehreren Farbenabänderun-gen vorkommt, ja oft ein und derselbe Stein, wenner getheilt wird, eine Verschiedenheit in dem Gradeder Färbung zeigt.
§. 16 .
Die Eigenschaft mehrerer Steine, verschiedeneFarben in größeren und kleineren Partieen zu zei-gen, wenn man sie, in verschiedener Richtung ge-