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Die Kraft, die durch Reiben erlangte Elektrici-tät längere Zeit zu bebakten, ist bei den Minera-lien sehr verschieden. Da die Edelsteine nun alleelectrisch sind, so kömmt es auf Bestimmung dieserZeit an, will man diese Eigenschaft als Unterschei-dungsmerkmal gebraucben. Haüy stellte in dieserHinsicht Versuche an, und fand, daß einige Steineihre elektrische Kraft schon nach wenigen Minutenverloren, während sie andere noch nach 24 undmehr Stunden zeigten. Der brasilianische Topasließ noch nach Z2 Stunden Wirkung auf die Na-del wahrnehmen. Bei Versuchen der Art läßt manden Stein in Berührung mit einem metallischen,nicht isolirten Körper; und der Ort, wo man ihnwährend des Versuches aufbebt, muß trocken seyn,da die Feuchtigkeit der Atmosphäre auf die Längeder Dauer der erlangten elektrischen Kraft merk-bar einwirkt. Auch bedient man sich ain bestender polirten Steine zu Versuchen der Art.
§- 23.
Unter Magnetismus der Mineralien ver-steht man die Fähigkeit, auf die Magnetnadel ein-zuwirken. Von den Edelsteinen zeigen nur sehrwenige diese Eigenschaft, unter andern der Chry-solith, Hestonil, Granat, und sie verdanken dieselbe