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Stern-Facetten. Die Brabanter Rosetten ha-ben eben so viele Flächen, als die vorhergehendeArt, nur sind bei ihnen die Stern-Facetten gedrückt,und erbeben sieb wenig (Taf. IV. Fig. 4.). Abar-ten der letztere» Form sind solche Rosetten, die nur12 Facetten, 6 Stern- und 6 Ouer-Facetten haben(Taf. IV. Fig. 5. ü/ocke,'ooLS/r von den
Holländern genannt), oder solche, an denen 18 Fa-cetten, 12 Lner- und 6 Stern-Facetten sich befin-den (Taf. IV. Fig. 6. ll/ocks^ooron). Noch
gibt es Rosetten, welche 38 Facetten besitzen (Hassrvcouxse), 24 dreiseitige Quer-Facetten und 12Stern-Facetten.
Eine woblgeschliffene, propvrtivnirte Rosettemuß die Hälfte des Durchmessers der Grundflächezu ihrer Höhe haben. Das Spiel derselben ist beiweitein geringer, als jenes der Brillanten. Dochsind diese Steine immer noch gesucht. Der Rau-tenscbnitt wird vorzüglich dann angewendet, wennder Stein, im Verhältnisse zu seiner Tiefe zu ge-streckt ist, und sich nicht, ohne großen Verlust, zumBrillanten sclmeiden ließe. Man gibt den Rosetteneine runde, längliche oder eiförmige Gestalt. Stück-rosen sind kleine Rosetten, von welchen 100 — 160und mehr auf ein Karat gehen, und die meistens