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Taschenbuch der Edelsteinkunde : für Mineralogen, Techniker, Künstler und Liebhaber der Edelsteine / bearbeitet von Reinhard Blum
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beiden Seite», oder nur oben, gewölbt geschnitten;in letzterem Fall erhält er unten eine ebene Fläche.Diese Forin ist vorzüglich günstig für halbdurch-sichtige, und für solche Steine, welche ein eigen-thümliches Farbenspiel, einen Lichtschein oder einJrisire» besiyen, indem dadurch das Licht mehr ge-sammelt wird, und auf einem kleineren Raumspielt, wodurch Farbe und Glanz am meisten Wir-kung erhalten. Der muglige Schnitt kann sich vonder geringen Wölbung, welche die Franzosen Kommäs sulk nennen, bis zu einer bedeutenden Convexitäterheben. Hier kommt es auch wieder auf die Na-tur des Steines an, welche Höhe man ihm gebenmuß, da die stärkere Wölbung die Lichtstrahlenmehr concentrirt, und das Spiel auf einen Punktleitet, während im entgegengesetzten Fall das Um-gekehrte Statt findet. Der mugelige Schnitt istentweder einfach (Mills so cabouclwu simple Taf. VFig. 2), oder es sind ein, zwei oder mehr ReihenFacetten angebracht (Mills eu cskoucllcm ü äouläs M-csttss ä sa l,sss Taf. V Fig. z). UndurchsichtigeSteine werden oft mit Vortheil ganz facettirt.Zuweilen werden die mugelig geschnittenen Steine,besonders die Granaten, wenn sie zu düster sind,ausgeschlägelt, d. h. die untere Fläche wird mit